Viele glauben, dass es bei Übersetzungen nur zwei Optionen gibt: Entweder man nutzt Maschinen für Schnelligkeit oder Menschen für Präzision. Tatsächlich gibt es in der Branche längst einen dritten Weg, der bereits zum Standard für anspruchsvolle Anwendungsfälle geworden ist – maschinelle Übersetzung + menschliche Korrektur (MTPE, Machine Translation Post-Editing).

Die beiden Extreme haben ihre Schwächen

Reine maschinelle Übersetzung: Ergebnisse in Sekunden, extrem niedrige Kosten. In professionellen Kontexten kann es jedoch zu Terminologieabweichungen, unpassendem Tonfall und gelegentlichen Fehlübersetzungen kommen, was bei der direkten externen Übergabe riskant ist.

Reine menschliche Übersetzung: Höchste Qualität, kann subtile Nuancen erfassen, ist aber langsam und teuer – ein mehrseitiges Handbuch manuell von Grund auf zu übersetzen, kann mehrere Tage dauern, und die Kosten pro Wort sind alles andere als günstig.

Für Inhalte, die "hohes Volumen haben und fehlerfrei sein müssen", sind beide Extreme nicht ideal.

Wie MTPE funktioniert

Maschinelle Übersetzung + menschliche Korrektur unterteilt den Prozess in drei Schritte:

  1. Erstübersetzung durch KI: Mehrere Modelle erstellen den ersten Entwurf, decken in wenigen Minuten den gesamten Text ab und wenden Terminologiedatenbanken an, um Konsistenz zu gewährleisten;
  2. Korrektur durch Fachübersetzer: Menschen führen Post-Editing am Entwurf durch – sie korrigieren Terminologie, passen den Tonfall an und prüfen Fachausdrücke, anstatt bei Null anzufangen;
  3. Qualitätslieferung: Ausgabe der Endfassung unter Beibehaltung des ursprünglichen Layouts mit nachvollziehbarer Änderungshistorie.

Der Schlüssel liegt darin: Die Zeit der Menschen wird für die "Korrektur" und nicht für das "Übersetzen" aufgewendet. Branchendaten zeigen, dass Post-Editing im Vergleich zur Übersetzung von Grund auf etwa 63 % Zeit spart. Je höher die Qualität des ersten Entwurfs, desto schneller die Korrektur. Insgesamt bleibt so die menschliche Qualität erhalten, während man die Geschwindigkeit der Maschine nutzt.

Vergleich von Geschwindigkeit, Kosten und Qualität

Methode Geschwindigkeit Kosten Qualität Geeignet für
Rein maschinell Extrem schnell Extrem niedrig Mittel Interne Referenz, grobes Verständnis
Rein menschlich Langsam Hoch Extrem hoch Literatur, zentrale Markentexte
Maschine + Mensch (MTPE) Schnell Mittel Hoch Verträge, Handbücher, Marketingmaterialien

Wann sollte MTPE am besten eingesetzt werden?

Der Trend für 2026 kehrt sich um: Generative Modelle entwerfen direkt die Übersetzung, während Menschen für die Feinabstimmung zuständig sind, was die traditionelle Reihenfolge "erst maschinell, dann korrigieren" allmählich ablöst. Doch egal wie sich die Reihenfolge ändert, der Kern bleibt derselbe – die Maschine übernimmt die Abdeckung, der Mensch trifft die Entscheidungen.

Die Qualität des Entwurfs bestimmt die Korrekturkosten

Ob sich MTPE lohnt, hängt davon ab, wie gut der erste Entwurf ist. Je schlechter der Entwurf, desto mehr muss der Mensch korrigieren und desto weniger Zeit wird gespart. Aus diesem Grund sollte im Schritt der Erstübersetzung ein Multi-Modell-Ansatz statt einer einzigen Engine verwendet werden – verschiedene Abschnitte werden an die jeweils dafür am besten geeigneten Modelle delegiert, was die Qualität des Entwurfs natürlich steigert. Weitere Informationen zum Prinzip finden Sie hier: DeepL, GPT-5, Tongyi Qianwen: Wie wählt man das richtige KI-Übersetzungstool?

Für Projekte, die menschliche Korrektur erfordern, laden wir Sie ein, unsere Unternehmensberater zu kontaktieren, um spezifische Anforderungen und Angebote zu besprechen.